11.Februar 2019

Die altbekannten Akteure ...

... auf dem privaten Immobilienmarkt wetteifern um das Baurecht für das Areal an der Zimmermannstrasse

Herr Schneider, der Geschäftsführer der Cubus GmbH, die nach eigenen Aussagen aus der Vergangenheit eigentlich nichts zu tun hat mit der Schneider Hausverwaltung in der Zimmermannstrasse, möchte keine neuen Wohnungen im Niedrigpreissegment bauen. Er möchte sich vielmehr den Altbaubestand in der Zimmermannstrasse anrechnen lassen, für den er für einen größeren Teil Mieten im vereinbarten 5,60 bis 7,00 Euro garantieren will. Bei seinem teilweise fragwürdigen Umgang mit seinen Mieter*innen im Altbestand in letzter Zeit, wirft das unweigerlich Fragen für diese Menschen auf. Aber sein Gerechtigkeitssinn verbiete es ihm in einem Neubau, dass einige 5,60 Euro pro Quadratmeter im geförderten Wohnungsbau zahlen, Mieter im selben Haus bei gleichem Standard aber 11 oder 12 Euro.

Lieber Herr Schneider, das ist so etwas mit der Gerechtigkeit: Da müssen viele Rentner*innen mit 800 Euro und weniger im Monat zurechtkommen und dann lesen sie, dass es andere gibt, die über 4000 Euro am Tag an Ruhestandsbezügen erhalten und das in ein und demselben Staat. Zugegeben, die wohnen nicht unter einem Dach. Aber zugegeben, der Rat wollte auch mit seiner 30-Prozentquote eigentlich hauptsächlich den Neubau von bezahlbarem Wohnraum sichern.

Da zeigt sich der Mitkonkurrent, die EBR, in Sachen 30-Prozentquote doch erkennbar kulanter und eindeutiger. Sie will sogar 36 Prozent ihrer neu gebauten Wohnungen zu Sozial- bzw. bezahlbaren Mieten anbieten. Das kann die EBR sich vielleicht auch besser leisten, hat sie sich mit dem sogenannten Nonnenstieg-Deal doch eine satte Kapitalrücklage schaffen können. Aber auch für das Zimmermannstrassen-Projekt wird die Rendite noch stimmen.

Wem nun gönnen wir den Zuschlag? Eigentlich am ehesten einer unserer ortsansässigen Wohnungsbaugesellschaften, die keine Anleger befriedigen müssen. Aber die sind ja schon im Vorfeld aus dem Spiel gedrängt worden. So läuft das Ganze nur noch darauf hinaus, zwischen kleinerem und größerem Übel abzuwägen. Daran muss man sich aber nicht unbedingt beteiligen.

 

 

 

 

 

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